Komposition

Zolling

„Zolling“ war ein tolles Projekt, das in Zusammenarbeit mit John Abdelsayed (Percussions) entstanden ist. Ein Feuerwerk der Effekte. Vor allem mussten wir sehr strukturiert und disipliniert vorgehen, denn es galt 45 Minuten Musik zu kreieren, aufzunehmen, zu mischen & zu mastern. In 5 Tagen. Fast alles haben wir selber eingespielt – ist schön, wenn man ein riesiges Sammelsurium aus Instrumenten vor sich hat und im wahrsten Sinne des Wortes „spielt“.
Auf das Ergebnis bin ich noch heute sehr stolz. Viel Spaß beim Anschauen des Edits!

COMA DIVINE

Das „amplified“ Cello hat mich seit jeher fasziniert, bei COMA DIVINE konnte ich das komplett ausleben und anfangs schier nicht genug kriegen von der druckvollen Lautstärke des verzerrten Sounds und dem rohen & brutalen Krachen & Krächzen, das mein Instrument auf einmal von sich gab (oder auch mal säuselnde, psychedelische Sounds). Die technischen Herausforderungen – die nicht lange auf sich warten ließen – in den Griff zu bekommen war anfangs zwar schwer, aber nach einer Weile trial & error wurde doch klar, in welche Richtung es sich lohnte weiter zu probieren. Hat sich gelohnt, finde ich.
Ein großer Teil dieser Ergebnisse mündete in die Albumproduktion „Dead End Circle“ – und natürlich in Konzerte & Tour!

PERSEPHONE

Mit PERSEPHONE kam ich erst so richtig zum Komponieren und Arrangieren, lernte die Tücken der Aufnahmen, den Studio-Alltag kennen – und den Studio-Koller… Die Alben „Atma Gyan“, „Mera Sangeet Kho Gaya“ und „Letters To A Stranger“ fallen in diese Zeit, die sehr lehr- und aufschlussreich war, um mir handwerkliches Geschick anzueignen. Auch die Live-Arrangements waren oft eine Herausforderung, da wir in unterschiedlichen Besetzungen spielten oder mal ein Special mit z. B. Orchester oder kleineren zusätzlichen Ensembles hatten.

Nach langer Zeit erblickte dann „Perle“ das Licht der Welt. Angelehnt an die Novelle „Die andere Seite“ von Alfred Kubin wuchs dieses Werk über ca. 10 Jahre (!). Handwerkliches Highlight fürt mich war dabei die Tatsache, dass ich es selbst gemischt habe – was mich sehr stolz gemacht hat. Bäm!

Ein spannendes, aufregendes, mitreißendes und berührendes Projekt, das mich stets dazu gebracht hat weiter zu wachsen. Als Musiker wie als Mensch gleichermaßen. Mit Veröffentlichung des Albums ziehe ich mich aus PERSEPHONE zurück. Es ist Zeit für mich, weiter zu gehen. Ich wünsche Sonja und den Männern viel Erfolg auf dem Weg, PERSEPHONE weiterhin zwischen den Welten wandeln zu lassen.